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OLWO AG investiert umfangreich in nachhaltige Innovation

27.02.2019

OLWO AG investiert umfangreich in nachhaltige Innovation

Die OLWO AG investiert in Worb mehr als 4 Millionen Franken in die Holzverarbeitung und bekennt sich damit klar zum Produktionsstandort Schweiz und zur Verarbeitung von Schweizer Holz. Parallel dazu entsteht in Kooperation mit der BKW AEK Contracting AG (BAC) eine neue Fernwärmezentrale, die mit Restholz aus dem Sägewerk Worb befeuert wird und damit einen idealen Wertschöpfungsprozess garantiert.

Die OLWO AG setzt im laufenden Jahr an ihrem Hauptsitz in Worb zukunftsweisende Grossprojekte um und investiert dafür rund 4 Millionen Franken. Das Berner Traditionsunternehmen investiert in einen neuen Rundholzplatz und stärkt damit die Basisinfrastruktur des Sägewerks. Ziel ist es, durch eine ökonomischere Rohstoffsortierung vor Ort zusätzliches Wertschöpfungspotenzial zu nutzen und die Transportwege so kurz wie möglich zu gestalten.

Holzverarbeitung und Infrastruktur langfristig stärken

«Die Nachfrage nach Bauprodukten aus Schweizer Holz steigt laufend an», begründet Geschäftsführer Markus Lädrach. «Mit dem neuen Rundholzplatz wollen wir sicherstellen, dass der einheimische Rohstoff langfristig direkt in der Region verarbeitet werden kann.» Damit bekennt sich die OLWO AG nicht nur zum Schweizer Holz, sondern als eine der grössten Arbeitgeberinnen der Region auch klar zum Standort Worb. Gemäss dem heutigen Projektstand ist der Spatenstich für Anfang März vorgesehen und die Inbetriebnahme auf Anfang 2020 terminiert. Ausserdem baut die OLWO AG in diesem Jahr die Holzoberflächen-Veredelung in aus. Bereits 2018 wurde innerhalb der OLWO-Gruppe der Hobelwerk-Standort Stalden im Emmental bedeutend modernisiert, um die steigende Nachfrage nach Holzfassaden abdecken zu können. Der Schwerpunkt lag dabei auf Ersatzinvestitionen in Betriebslogistik und Produktionsanlagen, was eine umfangreiche Produktionssteigerung ermöglichte.

Klimaneutrale Energie aus regionalem Holz  

Parallel zum Bau des Rundholzplatzes entsteht auf dem Worbboden in Zusammenarbeit mit der BKW AEK Contracting AG (BAC) eine Fernwärmezentrale für die Co2-neutrale Wärmeenergie-Versorgung der Gemeinde Worb. Die neue Anlage wird auf dem OLWO-Areal im Baurecht erstellt; die Inbetriebnahme der ersten Etappe durch die BAC ist auf Herbst 2019 terminiert. Ab diesem Zeitpunkt kann ab dem OLWO-Areal eine Kapazität im Umfang von rund 1’700 Wohneinheiten mit klimaneutraler Energie versorgt werden, darunter Schul- und Verwaltungsgebäude der Gemeinde sowie Immobilien von KMU und Privaten. Insgesamt wird dadurch Heizöl im Umfang von rund 713’000 Litern pro Jahr substituiert. Ab 2020 soll der Wärmeverbund sukzessive die Gebiete Worb-Dorf, Worb-Ost und Rüfenacht versorgen. Auch dieses Projekt soll dazu beitragen, die Wertschöpfungskette der OLWO AG zu optimieren: «Dank dem gleichzeitigen Bau des Rundholzplatzes und der Fernwärmezentrale können wir schon während der Umsetzung der beiden Projekte Synergien nutzen», begründet Markus Lädrach. 

Nachhaltiger Wertschöpfungsprozess

Im Sägewerk Worb wird zu 100 Prozent Schweizer Holz verarbeitet. «Sämtliches Holz, das in der Fernwärmezentrale zur Befeuerung eingesetzt wird, stammt aus Wäldern im Umkreis von 50 Kilometern», so Markus Lädrach weiter. «Die beim Einschnittprozess anfallende Rinde und
anderes Restholz wie beispielsweise Reduzierschnitzel werden ohne Zwischentransporte direkt an Ort und Stelle für die lokale Wärmeproduktion eingesetzt.» Die OLWO AG stellt der Eigentümerin BAC den Platz zur Verfügung, unterhält das Holzlager und liefert den Brennstoff für die Anlage. Im Gegenzug bezieht die OLWO AG Wärme für ihre eigenen Gebäude und Produktionsprozesse, so zum Beispiel für die Holztrocknung. Die Fernwärmezentrale ist bereits die zweite der OLWO Gruppe; bereits seit 1979 betreibt das Sägewerk Erlenbach ein Fernwärmenetz und beliefert einen Grossteil des Dorfes mit klimaneutraler Energie.

Zusätzlicher Absatzkanal dank Kooperation

Die OLWO AG steigt 2019 dank einer strategischen Kooperation mit dem Westschweizer Produktionsunternehmen JPF-Ducret zudem in den Vertrieb von Brettsperrholz aus Schweizer Rohstoffen ein und lanciert dazu das Produkt CLT Suisse (CLT steht für Cross Laminated Timber). Im mehrgeschossigen Holzbau wird heute vermehrt auf CLT gesetzt, da dieses als klimaneutrales Bauprodukt hohe Lasten abtragen kann und dank hohem präzisem Vorfertigungsgrad eine speditive Montage erlaubt. «Bislang stammten die hierzulande verbauten CLT-Mengen vorwiegend aus dem Import. In CLT Suisse steckt nun Holz aus den OLWO-Sägewerken. Damit können sinnvolle Wertschöpfungskreise innerhalb der Region geschlossen werden», führt Markus Lädrach aus.